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Test zu: Project C.A.R.S.
Genre: Rennspiel
Releasedatum: 07.05.2015
Plattformen: PC Play Station 4 XBox One WiiU
USK-Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Entwickler: Slightly Mad Studios
Publisher: Namco Bandai
Link: http://www.projectcarsgame.com

Project C.A.R.S ist einer der am meisten, wenn nicht sogar der meist erwartete Simracingtitel der letzten 2 Jahre.

Momentan hat das Spiel noch einige Bugs, diese werden aber in naher Zukunft gefixt und beeinträchtigen meine Tests nur geringfügig. pCars ist ein Rennspiel für alle, die ernsthafteren Motorsport betreiben wollen. Das bedeutet kein Upgradesystem dafür Freie Trainings, Qualifikationen und eine große Bandbreite an Rennfahrzeugen. Getestet wurde in diesem speziellen Fall die Xbox One Version, vergesst also bitte nicht, dass ihr das Spiel auch auf dem PC oder der PS4 spielen könnt. (WiiU-Version ist in Entwicklung)

 

Singleplayer

In Project C.A.R.S. gehört der Singleplayer zum Herzstück des Spiels. Man kann, anders wie in normalen Rennspielen von Anfang an alle Fahrzeuge auswählen, das ist jedoch Simulationstypisch. Auch vermisst man hier Features wie eine Ingamewährung oder ein Levelsystem, jedoch sind diese Funktionen eher Nebensächlich. Neben dem Karrieremodus, dem ich mich gleich widmen werde gibt es noch einen "Freien Training" - Modus, wo man zu jeder Tageszeit und bei jedem beliebigem Wetter fahren kann. Dann gibt es noch das schnelle Rennen, der dem Multiplayermodus nachempfunden ist. Der Singleplayer hat einen großen Vorteil gegenüber dem Multiplayer, es können insgesamt 45 anstatt 16 Fahrzeuge gleichzeitig auf der Strecke sein! Die KI ist wirklich gut gelungen, einziges Manko: Bei Regen sind die genau so schnell wie im Trockenen, aber auch dieses soll nachgepatched werden. Die KI-Stärke ist aber von 0 bis 100 in 20 Schritten einstellbar.

Die Karriere ist ein Wahrer genuss! Man kann die Rennlänge nach Gusto in Rastern bis zu 100%-Rennlänge vor jedem Rennen anpassen. Man kann auch in jeder Klasse in der man starten möchte seine Karriere beginnen, hier sind einem keine Grenzen gesetzt. Ob im Kartsport, im Clio Cup oder in der Formula A, das ist egal. Allgemein orientiert sich die Karriere an Spielen wie FiFa oder NBA. Man hat einen Kalender indem alle Events abgeklappert werden können, zu denen man die Zulassung hat, sei es über einen Vertrag oder über Einladungen. Dabei können sogenannte "Einladungsrennen" übersprungen werden und die Hauptrennen einer Saison muss man fahren. Jedes Rennen zudem man eingeladen wurde kann in jeder Saison übrigens wieder gefahren werden. Wieviele Hauptrennen es gibt und wie lange diese dauern hängt von Klasse zu Klasse ab. So ist die Formula Gulf z.B. nur 2 Doppelrenntage mit Sprint und Hauptrennen lang, aber die Formula A umfasst 19 Rennen. Nach einer Saison flattern dann von verschiedenen Teams mit verschiedenen Fahrzeugen und Klassen Angebote herein oder man verlängert seinen Vertrag beim aktuellen Team. Das Ziel ist es in der Karriere eine der drei historischen Ziele zu erreichen, welche da wären: "Von 0 auf 100" "Dreichfachkrone" und "Titelverteidiger" auf die ich jetzt aber nicht genauer eingehen werde. Wer nur die Karriere fährt, wird schon sehr lange an diesem Spiel sitzen und Spaß haben.

 

Grafik und Content

Project Cars kommt auf der XboxOne mit 900p und 60 FPS um die Ecke. Es sieht bei den selben Bedingungen nicht so gut aus wie Forza Motorsport 5. Jedoch kommt man bei Regen oder beim Sonnenuntergang nicht mehr aus dem Sabbern heraus. Von Frameratedrops bin ich persönlich verschont geblieben, was wahrscheinlich daran liegt, dass mein Spiel auf einer externen Festplatte liegt und ich einige Grafikeinstellungen heruntergeschraubt habe. Da sind wir schon bei der nächsten Neuerung. Denn ganz Konsolenuntypisch kann man diverse Effekte wie Lens-flare, Blooming oder Regentropfen auf der Kamera einfach ausschalten. Für mich persönlich ist das gut, da ich mir gerne eine realistische Ansicht einstelle.

Vom Content her geht Project Cars einen anderen weg wie seine Konsolenrivalen Forza und Gran Tourismo. Es gibt nämlich gerade einmal 74 Fahrzeuge. Davon sind ca. 20 Straßenfahrzeuge und der Rest reinrassige Rennwagen aus sämtlichen Rennklassen. Sei es die GT3, LMP2, Karts oder eine Formel Klasse (Die aus Lizenzgründen Formel A/B/C/Rookie heißen) um nur ein paar zu nennen. Jedoch trumpft Project Cars an anderer Stelle auf. Es gilt über 30 Umbgebungen zu befahren von denen fast alle original Rennstrecken sind. Monaco, hier unter dem pendant "Azure Circuit" ist die einzige Strecke die nicht mit Originalnamen im Spiel ist. Auch zu nennen ist Sakitto eine abgewandelte Version von Suzuka, welche sich nicht mit dem Entwicklerstudio in den Lizenzverhandlungen einigen konnten und daraufhin umgenannt und umgeändert werden musste. Dafür hat Project Cars viele europäische Strecken darunter z.B. Imola, Monza, Hockenheim oder Oschersleben und auch viele britische Traditionskurse wie Donnington, Brands Hatch oder Oulton Park.

Dazu kommt das dynamisch einstellbare Wetter, ein Novum im Simulationsrennsport, sowie die einstellbare Tageszeit welche erheblichen Einfluss auf die Sichtverhältnisse und auf das Fahrzeugsetup hat. Das Wetter ist von Klar über Bewölkt zum Regen oder Gewitter bis hin zum dichten Nebel einstellbar. Von einer abtrocknenden Strecke beim Wetterwechsel ganz zu schweigen. Jedes Wetter stellt den Fahrer vor eine andere Herausforderung und macht ein Streckenlayout im Grunde genommen zu 5 verschiedenen Strecken.

 

Multiplayer

Der Multiplayer ist gewöhnungsbedürftig, aber gut! Da Wartezeiten mehr oder minder komplett entfallen, wenn man eine Lobby aufmacht und sein Fahrzeug gewählt hat gehts direkt los. Freies Training oder eine lange Qualifying Session vor dem Rennen bei der man einfach nachjoinen kann, einfach Klasse! Jedoch wenn ein neuer Spieler in die bestehende Session beitritt dann gibts nen kurzen, kräftigen Synchronisationslag der einem die fliegende Runde schonmal versauen kann. Allgemein zeichnet sich trotzdem ein anderer Trend ab, so fährt man jetzt eine 30min Quali vor einem 8-12 Runden Rennen - in Forza undenkbar. Das liegt vor allem daran, dass man sein Setup in der Garage währrend der Quali ändern kann und nicht immer wieder mühselig die Lobby verlassen muss. Auch das Schadensmodell kommt hier Klasse zur Geltung, denn es sorgt für umsichtigeres Fahren. Da z.B. ein Kühler sehr schnell zerstört wird und die Öltemperatur in die Höhe schießen lässt, dass will niemand also steckt man lieber zurück. Auch ein Gamechanger, die realen Fahrhilfen. Stellt man diese option ein, hat jedes Fahrzeug nur die Fahrhilfen zur Verfügung die es in echt auch hat. Ein GT3 Fahrzeug hat dann ABS und Traktionskontrolle - der Gruppe 5 Zakspeed Capri hingegen ist völlig nackt. Keine Streitereinen mehr über Fahrhilfen sind die Folge was das Partyklima deutlich angenehmer macht.

Ganz rund läuft der Multiplayer jedoch noch nicht, man vermisst einen funktionierenden Spielechat und eine Lobbyliste (die in der PS4 und beim PC vorhanden ist). Letzteres ist laut Entwickler ein Xbox Live bedingtes Problem.

 

Sound

Der Sound ist der absolute Hammer! Nicht nur die Motorensounds sind Klasse, sondern neben dem Motor hört man auch die Bremsen quietschen oder das Differential surren. das Gefühl in eben jenem Auto zu sein ist definitiv gegeben. Im Hintergrund dann noch einen Streckensprecher wenn man in der Box gerade sein Setup einstellt. Zusätzlich dazu gibt es dann noch Ben Collins, ehemaliger "The Stig" aus Top Gear, der einem als Boxeningenieur wichtige Informationen über Funk mitteilt.

 

Steuerung

Die Steuerung ist, mit dem Lenkrad, einsame Spitze. Für den Controller ist das Spiel nicht so optimiert wie z.B. ein Forza. Das lässt sich vorallem auf den Simulationsanspruch zurückführen den Slightly Mad an das Spiel hat. Jedoch können auch Padfahrer mit etwas übung wieder sehr schnell unterwegs sein. Die Steuerung ist sehr nachvollziehbar und das Fahrverhalten kommt der Realität sehr nahe. Dabei lässt sich sagen, je moderner und schneller der Rennwagen desto einfacher ist er zu Fahren, jedoch ist der Grenzbereich bei den schnellen Fahrzeugen kleiner als bei den langsamen. Kommt man also mit den langsameren Kisten erstmal klar, ist die Differenz zu schnelleren Fahrern deutlich geringer!

 

Atmosphäre

Die Streckenatmosphäre ist eher Mau, man merkt deutlich wo die Ressourcen gespart wurden. Keine Helicopter und neben der Strecke ist nix los! Das wird allerdings durch das Wetterfeature und die durchschaltbaren Motec Displays im Cockpit sowie den Boxenfunk wett gemacht. Man hat das Gefühl in einem echten Rennen zu sein.

 

Fazit

Project Cars ist ein Titel der dem Core Gamer der Rennsimulationsszene mehr als gerecht wird. Für Casual Gamer ist er bedingt empfehlenswert. Ein paar Patches benötigt das Spiel stand heute (24.05.) zwar noch, aber alles in allem ist Project Cars sehr gelungen. Für alle denen es zu hardcore ist kann man nur bis Ende 2015 vertrösten, da kommt dann Forza 6!



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Wertungen
Gesamtwertung
Spielspaß Singleplayer
Spielspaß Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Atmosphäre
Kommentare
Seite: « 1 »
#1 am 20.06.2015 um 19:21 Uhr IP gespeichert
DerFreddy
gesperrt

Ich bin ja son kleiner hardcore RaceSim spieler!grin.gif und für mich gehört es schon jetzt zu den besten Sim-race spielen ünerhaubt! mein G27 macht sachen die bei anderen spielen nicht mal im ansatz vorhanden sind. aber weil immer noch so ein par feathers fehlen wie mehrers SetUps für ein Auto auf einer Strecke speichern zu können, nur ein custom Skin pro Auto und keine selbst zusammenstellbare Rennklassen bleibt GTR2 immer noch miene nummer 1! aber Project C.A.R.S ist nah dran.done.gif

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